webdesign-hannover.cc
News

Internetwirtschaft warnt vor Online-Kriminalität

Hannover, 23.08.06 - Die Kriminalität im Internet nimmt einen immer größeren Stellenwert ein. Die von der deutschen Internet-Wirtschaft gegründete Initiative „no abuse in internet“ (naiin) ging in den vergangenen fünf Jahren über 126000 Hinweisen auf illegale Online-Aktivitäten nach.

Daraus resultierten 15640 Ermittlungsverfahren. Das geht aus dem 5-Jahresbericht hervor, den die Initiative in Berlin vorgestellt hat. Die naiin-Beschwerdestelle „netwatch“ bearbeitete demnach allein im vergangenen Jahr 51300 Beschwerden von Online-Nutzern. Im Jahr 2004 waren es erst 30260.

Vor allem der Handel mit Kinderpornografie hielt die Fahnder der Internet-Wirtschaft auf Trab. 57 Prozent der in den letzten fünf Jahren eingegangenen Beschwerden betrafen diesen Bereich. Aber auch der Rechtsextremismus geniesst nach wie vor eine starke Präsenz im Internet. 24 Prozentder Hinweise behandelte rechtsextremistische Ausschweifungen - vorwiegend in Diskussionsforen.

Weitere Problemfelder stellen sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche, Jugendschutz-Verstöße sowie unterschiedliche Betrugsformen dar. Vor allem das so genannte Phishing, bei dem Online-Anwender unter Vortäuschung falscher Tatsachen zur Herausgabe von Online-Banking-Daten und Kennwörter verleitet werden, sorgte in den letzten zwei Jahren für einen regelrechten Boom beim Internet-Betrug.

Nach Auskunft der naain trägt die Politik eine Mitschuld an der Entwicklung. Bislang habe es die Politik versäumt durch geeignete Maßnahmen ein Umfeld zu schaffen, in denen ein effizientes Vorgehen gegen Straftaten im Internet möglich sei. Von der großen Koalition habe sich die Initiative mehr erwartet. Ohnehin spiele das Internet in der politischen Diskussion nicht die Rolle, die es bereits in der Gesellschaft und Wirtschaft hat. Die Politik habe nicht zuletzt bei der Reform im Jahr 2004 versagt als der Gesetzgeber in laienhafter Manier sexuell aufreizende Nackt-Fotos von Kindern legalisierte.

Wo es in der Politik mangelt, soll die Initiative künftig ansetzen. Vor allem international hat naiin aufgerüstet und europäische Netzwerke aufgebaut. In Kürze soll auch die Beschwerdestelle der Einrichtung mehrsprachig verfügbar sein und so als Anlaufstelle für alle europäischen Internet-Nutzer dienen, die auf strafbare Inhalte im weltweiten Datennetz stoßen.

Der naiin-Tätigkeitsbericht kann im Internet unter www.naiin.org/de/ abgerufen werden. Zur Unterstützung der gemeinnützigen Initiative können im Übrigen nicht nur Unternehmen, sondern auch Internet-Nutzer durch eine Mitgliedschaft beitragen.

zur News Übersichtzur News Übersicht

CrawlTrack: free crawlers and spiders tracking script for webmaster- SEO script -script gratuit de détection des robots pour webmaster