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Symposium zum Thema Web 3.0 und die Zukunft der Suchmaschinen

Hannover, 09.06.07 - Jeder redet über den Erfolg von Web 2.0. Doch wie sehen die Suchmaschinen der Zukunft aus? Welche Anforderungen kommen auf Google, Yahoo und Co in den nächsten 10 Jahre zu? Diese und andere Fragen wurden in einem Symposium am 31. Mai in Berlin erörtert.

Kein Massenmedium schaffte es innerhalb so kurzer Zeit - ca. 10 bis 15 Jahren - eine so große gesellschaftliche Relevanz einzunehmen wie das Internet. Andere bedeutsame technische Innovationen wie das Radio und auch das Fernsehen haben für ihre flächendeckende Verbreitung eine wesentlich längere Anlaufzeit benötigt. Die Bedeutung der Suchmaschinen hat im Zuge des rasanten Wachstums des Internets immer mehr zugenommen und ist so zu dem wichtigsten Dienst geworden. In einem am 31. Mai stattfindenden Symposium, ausgerichtet von acatech – Konvent für Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften e.V. - wurden Fragen über das zukünftige Web 3.0 erörtert. Der Fokus lag dabei auf die Bedeutung der Suchmaschinen. Wie entwickeln sich Google und Yahoo? Welche Anforderungen stellen die Nutzer in Zukunft an eine Suchmaschine. Mit Blick auf die dominanz der US-Anbieter wurden auch wirtschaftliche Fragen erörtert. Können deutsche Anbieter Google und Co. Paroli bieten? Und ist die Dominanz einiger weniger Anbieter eine Gefahr in Bezug auf Datenschutz, Zensur und Informationsvielfalt?

Die Teilnehmer waren sich einig, dass sich Suchmaschinen immer mehr zu Antwortmaschinen entwickeln. Die noch sehr statische Auslieferung von relevanten Linklisten nach Eingabe entsprechender Keywords bzw. Suchbegriffe soll zukünftig durch intelligentere Verfahren abgelöst werden. Suchmaschinen sollen laut Prof. Wolfgang Wahlster vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz präzise Antworten auf eine An/Frage geben können. Voraussetzung dafür sind komplexe semantischen Technologien, welche zur Zeit nicht nur von der Wissenschaft sondern auch von den Suchmaschinen-Anbietern mit Hochdruck entwickelt werden.

Der Vorsitzende von Goolge Schweiz, Dr. Thomas Hofmann, unterstrich in seinem Vortrag, wie wichtig für sein Unternehmen die Entwicklung von neuen Suchtechnologien sei. Und das, obwohl Google auf das erfolgreichste und profitabelste Jahr seiner Firmengeschichte zurückblicken kann und mit großem Abstand die weltweite Nummer eins im Suchmaschinenmarkt ist. In den über 50 Entwicklungszentren von Google wird zur Zeit mit Hochdruck an besseren Übersetzungsmechanismen geforscht. Sprachbarrieren sollen so überwunden werden und alle Inhalte des Internets sollen - unabhängig von der jeweiligen Muttersprache verfügbar werden.

Prof. Rudi Schmiede, vertreter der Technischen Universität Darmstadt bestätigte die Bedeutung der Suchmaschinen. Trotz der positiven Entwicklung mahnte er aber die enorme Verantwortung von Google und Co. an. Die Suchmaschinenbetreiber könnten durch ihre noch immer nicht transparenten Algorythmen bestimmen, welche Anbieter auf den Topplatzierungen landen. Auf der abschließenden Podiumsdiskussion wurde die Bedeutung des wirtschaftsstandortes Deutschland im Bereich zukünftiger Web 3.0 Entwicklungen thematisiert. Die Teilnehmer unterstrichen nochmals, dass die größten Innovationen und damit auch wirtschaftlichen Potentiale in der Suchtechnologie noch bevorstehen.

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