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Verbreitung und Aktzeptanz von Semantic Web noch gering

Hannover, 07.11.06 - Viele Artikel und Veranstaltungen zum Thema Semantic Web oder Web 2.0 prophezeien den Durchbruch von semantischen Technologien. Die potenziellen Anwender erhoffen sich von der Einführung semantischer Technologien einen leichten und strukturierten Zugriff auf Daten. Nach einer aktuellen Studie werden semantische Technologien bislang aber hauptsächlich im wissenschaftlichen und weniger im unternehmerischeren Bereich eingesetzt.

Semantische Technologien erschließen die im Unternehmen und im Internet vorhandenen Informationen mit Hilfe von standardisierten Beschreibungssprachen (z.B. RDF und XML) und bilden sie in umfassenden Ordnungssystemen (sog. Ontologien) ab. Eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts untersuchte nun erstmals systematisch, wie semantische Technologien in der freien Wirtschaft eingesetzt werden. Dazu werteten die Wissenschaftler im Rahmen von Online-Umfragen die Antworten von rund 500 Experten aus IT und Wissensmanagement aus. Diese wurden durch Interviews mit Nutzern aus unterschiedlichen Branchen ergänzt.

Die Untersuchung, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie durchgeführt wurde, zeigt, dass semantische Technologien bislang hauptsächlich im wissenschaftlichen Bereich als Forschungs- und Entwicklungsthema verbreitung finden. In betrieblichen Informationssystemen bzw. Datenbanken werden sie bislang nur in kleineren Bereichen, z.B. in Vertrieb, Marketing und Service, oder bei Content- und Archivdiensten eingesetzt. Dennoch: bei 'richtiger' Implementierung in die Geschäftsprozesse brachte der Einstatz semantischer Technologien in einigen Fällen Effizienzsteigerungen von bis zu 50%.

Die Studie 'Semantische Technologien' richtet sich an Interessenten in den Unternehmen, die sich über den Einsatz von semantischen Technologien informieren möchten. Die Untersuchung gibt einen Überblick über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in diversen Unternehmensbereichen und informiert über mögliche Probleme und Fallstricke bei der Implementierung semantischer Systeme. Ein bedeutendes Hindernis ist den befragten Experten zufolge die Usability / Nuterfreundlichkeit der auf dem Markt angebotenen Systeme. Bei ungeübten Anwendern führte die komplexe Abfragesyntax zu Akzeptanzproblemen, während Experten häufig einen Zusatznutzen anzweifelten.

Automatisierte Verfahren zur semantischen Datenverarbeitung (z.B. Klassifikationsverfahren Clusterverfahren) werden nur unterstützend eingesetzt, die manuellen Verfahren zur semantischen Auszeichnung von Daten überwiegen immer noch. Als wichtig wurde die Verzahnung von semantischen Technologien mit den entsprechenden Geschäftsprozessen angesehen. Auch ein klares organisatorisches Konzept sowie die Zieldefinitionen sind bei der Implementierung von semantischen Technologien unumgänglich. Oft halfen Anreizsysteme, die Probleme bei der Einführung eines Systems zu überwinden. Als problematisch für den Betrieb bewerteten die Experten zudem, dass es bei der Einführung von semantischen Verfahren bisher keine einheitlichen Qualitätskriterien für die Auszeichnung von Unternehmensdaten gibt.

Generell ist es problematisch, den immensen Aufwand für die semantische Datenpflege zu rechtfertigen. Es ist letztendlich nur über einen deutlichen Servicegewinn zu rechtfertigen. Dabei ist bislang zu erkennen, das kleine aber feine Einzelanwendungen, die einen einzelnen Informations- oder Geschäftsprozess unterstützen, effizienter sind und schneller die gewünschten Resultate erbringen, als eine umfangreiche semantische Implementierung aller Datenbestände eines Unternehmens.

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