webdesign-hannover.cc
News

Virtuelle Agenten liefern Daten für Suchmaschinen

Hannover, 16.08.06 - Forscher der TU Berlin entwickeln gerade eine Suchmaschinen-Software, die aus aus virtuellen Agenten besteht, welche ständig im Hintergrund agieren und dem Computer melden, wenn sie fündig geworden sind. Anders als beispielsweise bei Google ist es so nicht nötig, extra ein Programm zu starten um die entsprechenden Suchworte einzugeben.

Schluss mit endlosen Suchlisten und zigtausend Links: Die Forscher des DAI-Labors der TU Berlin entwickeln derzeit eine intelligente Suchmaschine, um das weltweite Wissen im Netz der Netze gezielt nach bestimmten Inhalten zu durchforsten. Die Wissensagenten werden einmal eingestellt, dann 'schwimmen' sie durch den Datenstrom. Sie sollen lernfähig sein und sich den Vorlieben der Nutzer anpassen können. Darüber hinaus sollen sie Kontakte zu Internetnutzern mit ähnlichen Interessen knüpfen können. Sahin Albayrak, Forscher des DAI-Labors präzisiert: 'Wir werden die Agenten so programmieren, dass sie auch einen Newsletter zusammen stellen können oder sich mit aktuellen Informationen melden, sobald der Computer des Nutzers hoch gefahren wird.' Am DAI-Labor der TU Berlin wurden solche Agenten schon vor Jahren entwickelt und seitdem für verschiedene Aufgaben 'fit' gemacht. Jetzt bringen die selbstständig agierenden Softwaremodule mehr Licht in den Dschungel des Wissens, der im Internet wuchert. 'Sie werden sogar in der Lage sein, die Qualität und den Nutzen einer Information zu bewerten', nennt Albayrak weitere Eigenschaften. 'Auch fragen die Agenten das Internet kontinuierlich ab, um immer die aktuellsten News zu bekommen.'

Die Suchmaschine arbeitet multimodal. Sie wird gezielt nach wissenschaftlichen Texten, aber auch multimedialen Inhalten aus renommierten Quellen wie der ACM Digital Library und IEEExplore suchen. Sowohl die allgemeine Suche als auch die spezifischen Suchwünsche der Benutzer sind anonymisierbar, um unter Wahrung der Privatsphäre Ähnlichkeiten zwischen Wissenschaftlern und damit potenzielle Gemeinschaften zu identifizieren. Im Laufe der Zeit soll so eine Community entstehen, die mit Hilfe der Agenten in Kontakt treten und Gedanken und Erfahrungen austauschen kann.

Darüber hinaus erlaubt die Suchmaschine dem Benutzer, lokal gespeicherte Literatur zu indizieren und - unter Berücksichtigung der Sicherheitsaspekte - ebenfalls zu durchsuchen. Das DAI-Labor gehört zum Lehrstuhl für 'Agententechnologien in betrieblichen Anwendungen und der Telekommunikation', den Professor Sahin Albayrak innehat. Die Forschungen konzentrieren sich auf die Agententechnologie und ihren Einsatz beispielsweise in so genannten allgegenwärtigen Netzwerken, in der Anwendungssicherheit, bei intelligenten Suchmaschinen sowie personalisierten Diensten und kognitiven Architekturen. Am Projekt sind neben dem DAI-Labor auch mehrere Lehrstühle der TU Berlin beteiligt. Dazu gehören die Wissenschaftler um den Nachrichtenspezialisten Prof. Dr. Thomas Sikora und die Spezialisten aus dem Bereich Neuroinformatik, der von Prof. Dr. Klaus Obermayer geleitet wird. Eine Besonderheit an diesem Projekt ist die Tatsache, dass ein techniksoziologisches Team an der Entwicklung des technischen Systems und der Evaluation der Akzeptanz und des Nutzungsverhaltens beteiligt ist. Werner Rammert, Professor für Techniksoziologie, und Martin Meister vom Zentrum Technik und Gesellschaft bringen Methodiken und ihre Erfahrungen aus dem langjährigen DFG-Forschungsschwerpunkt Sozionik ein, in dem verschiedene Formen der Interaktion zwischen Software-Agenten und menschlichen Akteuren untersucht wurden.

zur News Übersichtzur News Übersicht

CrawlTrack: free crawlers and spiders tracking script for webmaster- SEO script -script gratuit de détection des robots pour webmaster