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Wenig Interesse an den Onlineausgaben der Tageszeitungen

Hannover, 23.02.07 - Das Forschungsinstitut TNS Emnid untersuchte in einer repräsentativen Umfrage das Interesse an den Onlineversionen der großen deutschen Tageszeitungen. Nur 20 Prozent der Befragten besuchen mehrmals die Woche die Website einer Tageszeitung.

Das Forschungsinstitut Emnid befragte im Auftrag des Fachmagazins 'W&V - werben & verkaufen' 1001 Internetnutzer in der Altersgruppe zwischen 14 und 49 Jahren in Deutschland zum Thema Online-Editionen deutscher Tageszeitungen. Über 20 Prozent der Befragten gaben an, täglich die Printausgabe einer überregionalen oder lokalen Tageszeitung zu lesen. Von dieser Gruppe besuchen jedoch nur ca. 50 Prozent mehrmals die Woche die Website mindestens einer Tageszeitung. Weitere zehn Prozent besuchen die Onlineausgabe einer Tageszeitung nur einmal wöchentlich. In dieser Befragung zeigte sich, dass das Alter der Internetnutzer oder auch die Zugangsart (Breitband, DSL, ISDN, Modem) auf das Verhalten nur wenig Einfluss haben.

Das Interesse an den Websites der Tageszeitung war bei den Personen überdurchschnittlich hoch, die selber regelmäßig die Printausgabe einer Tageszeitung erwerben. Diesen Personenkreis dient die Website der Tageszeitung primär als Bindung an die klassische Printausgabe.

Nach der Emnid- Umfrage rufen zurzeit nur ca. 30 Prozent der Surfer mind. ein Mal pro Woche die Online-Ausgabe einer Tageszeitung auf. Über sechzig Prozent tun dies dagegen nicht einmal alle zwei Wochen. Und weitere 15 Prozent haben noch nie die Website einer Tageszeitung besucht.

Einen schweren Stand haben nach wie vor kostenpflichtige Angebote. Über 50 Prozent der deutschen Internetnutzer sind nicht bereit, für die Online-Ausgabe einen Obolus zu entrichten. Die wenigen Zahlungswilligen sind bereit, monatlich den Gegenwert von maximal drei bis vier Ausgaben der Printversionen (also zwei bis fünf Euro) zu zahlen. Immerhin können sich 10 Prozent vorstellen, ca. die Hälfte des Monatsabopreises zu entrichten. Zu den bevorzugten Inhalten (80 Prozent) zählt die Berichterstattung zu aktuellen Nachrichten. Weitere 50 Prozent der Befragten interessieren sich für Service-Information wie Lotto-Ergebnisse, Wetter oder Verkehrsmeldungen. Hier ist ein gleiches Verhalten zwischen den Abonnenten und den Online-Nutzern zu beobachten.

Nur in Einzelfällen wie Service-Leistungen und Lokalsport liegen die klassischen Abonnenten in der Nutzung des Onlineangebots der Tageszeitung deutlich über den Nicht-Abonnenten. Inzwischen haben ca. 15 Prozent der Onliner auf die ausschließliche Lektüre der Onlineversion ihrer Tageszeitung umgestellt. Weitere 15 Prozent können sich diesen Schritt zukünftig vorstellen. Dennoch geben ca. 60 Prozent der Internetnutzer an, dass das Lesevergnügen der Printausgabe deutlich höher ist, als das der Onlineedition. Der gleiche Prozentsatz findet die klassische Zeitung übersichtlicher und geben an, dass sie einen deutlich besseren und schneller erfassbaren Zugriff auf die Inhalte bietet. In den Punkten Seriosität und Glaubwürdigkeit haben die Online-Ausgaben im Vergleich zu den großen Portalen von T-Online und Yahoo ein offensichtliches Problem: Lediglich 25 Prozent der Befragten vertreten die Meinung, dass die Beiträge auf den Onlineseiten vertrauenswürdiger sind als auf den reinen Onlineportalen.

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