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Wissenschaftler erforschen Suchmaschine der nächsten Generation

Hannover, 03.08.06 - Suchmaschinen liefern bislang ausschließlich Fundstellen, die genau den Suchbegriffen entsprechen, und verstehen von der Bedeutung der Suchanfrage kein Wort. Die Anwender sind also gezwungen, exakte und abstrakte Suchanfragen zu formulieren.

Bisher - denn das könnte sich durch ein Forschungsprojekt an der TU Darmstadt bald ändern. Eine Gruppe von Wissenschaftlern des Fachgebiets Telekooperation am Fachbereich Informatik der TUD versucht im Rahmen des Projekts 'Semantisches Information Retrieval' (SIR) Computer in die Lage zu versetzen, geschriebene Texte zu analysieren und zu deuten.

'Ich suche Rezepte für Kuchen, die kein Obst enthalten.' - Keine Internet-Suchmaschine der Welt kann bisher sinnvoll mit solch einer Anfragen umgehen. Auch die schon Computer-gerechter formulierte Anfrage 'Rezept Kuchen kein Obst' führt nur zu tausenden von Fundstellen, in denen der Nutzer relevante Informationen immer noch wie eine Nadel im Heuhaufen suchen muss. Und viele interessante Fundstellen bleiben dennoch außen vor: Muffin- oder Guglhupf-Rezepte etwa werden so nicht gefunden.

Dr. Iryna Gurevych, Projektleiterin vom Fachgebiet Telekooperation: 'SIR soll es dem Nutzer erlauben, Suchanfragen in natürlicher Sprache zu stellen, aus denen das System dann die Suchbegriffe automatisch herausfiltert.' Anfragen wie im Beispiel der Kuchenrezepte würden so sinnvoll beantwortet. Außerdem wird das System mit Wissen über die Bedeutung von Wörtern ausgestattet werden. Dadurch kann es dem Nutzer auch Seiten liefern, die nicht nur die Suchbegriffe selbst, sondern auch verwandte Wörter enthalten, also nicht nur 'Kuchen', sondern auch 'Muffins' oder 'Guglhupf'.

Ihre erste Bewährungsprobe muss die neue Technologie jedoch auf einem auf den ersten Blick ganz anderen Feld bestehen: Die Forschergruppe entwickelt derzeit ein neuartiges System zur Unterstützung Jugendlicher bei der Berufswahl, in dem SIR erstmals eingesetzt werden soll. Dazu stellt die Bundesagentur für Arbeit die Beschreibungen von 5800 Berufen in Deutschland zur Verfügung. Jugendliche, die das System mit einem Aufsatz über ihre beruflichen Vorlieben füttern, sollen vom System Vorschläge für mögliche Berufe bekommen. Die persönliche Beratung durch die Bundesagentur für Arbeit kann dadurch auf alternative Angebote ausgeweitet werden. Ein Prototyp soll bis Ende des Jahres bereitstehen. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

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